Schloss Mühlbach

SCHLOSS

Schloss Mühlbach liegt eingebettet in eine liebliche Landschaft am südöstlichen Fuß des Manhartsberges. Es bildet mit dem Wirtschaftshof, der Kirche, dem ehemaligen Pfarrhof und dem Landschaftsgarten ein malerisches Ensemble.

Die Anlage, auf Felsen gebaut, ist noch vom Rest des einstigen Wehrgrabens umgeben. Der große Äußere Hof wird  vom ehemaligen Pferdestall sowie von Remisen und dem Pförtnerhaus begrenzt.

Das Hauptschloss bildet im Grundriss ein unregelmäßiges Sechseck. Das große Allianzwappen der Familien Engl und Sinzendorf am spätbarocken äußeren Giebelportal zeigt die Jahreszahl 1730, während das innere Tor mit seinem Wappen auf das Jahr 1663 verweist. Letzteres ist an dem gedrungenen Torturm angebracht, durch dessen Durchfahrt man in den Innenhof gelangt. Oberhalb der Einfahrt sieht man eine gemalte Sonnenuhr,  den Gott Chronos darstellend, in dem Torturm befindet sich das Archiv. An der Ostseite des Turmes ist als Fußgängerpforte ein gotisches Spitzbogenportal eingesetzt, dort befand sich der Aufgang zum Archiv. Die Vorderfront des Schlosses wird durch zwei schlanke Ecktürme verstärkt, von denen einer  im  17. Jh., der andere aber erst 1831 entstanden ist. Beide sind über Eck gestellt und tragen spitze schindelgedeckte Zeltdächer. Vom ebenfalls sechseckigen Innenhof führt eine Freitreppe in den ersten Stock des Südtraktes. Er ist, wie auch die anderen den Hof umgebenden Bauten, dreigeschossig. Ein Flügel besitzt eine Altane, deren Dach auf Steinsäulen ruht. Sie wurde im 19. Jahrhundert der florentinischen Renaissance nachempfunden. Die Hoftreppe führt in eine Halle. Dieser hohe vierachsige Raum wird von einem Tonnengewölbe mit Stichkappen überspannt. Die Decke des Nebenzimmers ist mit Bandlwerkstuck verziert. In diesem Raum steht ein großer Barockofen. Im Schloss haben sich einige intarsierte Türen und Türstöcke aus der ersten Hälfte des 18. Jh. erhalten. Eine Gemeindestraße trennt das Schloss vom ehemaligen französischen Garten, an den sich ein englischer Landschaftspark mit seltenen Bäumen und einem Teich aus dem 18. Jahrhundert anschließt. Die ehemalige Orangerie ist noch erhalten.

Das Schloss ist nicht zu besichtigen.