Schloss Mühlbach

Geschichte

Zeittafel

Die Geschichte des Schlosses ist ziemlich bewegt.

1083: Erste Erwähnung von Mühlbach. Damals gehörte das umliegende Gebiet dem Bistum Passau.

1150: Das Schloss selbst wird mit Huk und Chunrat von Mühlbach erstmals genannt. Die Mühlbacher sind durch zahlreiche Urkunden bis in das 14. Jahrhundert belegt. Zuletzt scheint 1318 ein Eberhard von Mühlbach auf.

1333: Ab diesem Jahr gehörte die Burg den Wallseern.

1361: Die Burg kam an die Herren von Hofkirchen.

1481: Die Burg wird durch die Truppen Kaiser Friedrichs III gegen Matthias Corvinus, der große Teile Niederösterreichs beherrschte, zerstört. Danach blieb sie fast hundert Jahre dachlos und wurde zur Ruine.

Um 1550: Erst in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts wurde diese zu einem wohnlichen Renaissanceschloss wieder aufgebaut. Bauherr war Wolf II von Hofkirchen. Das neue Gebäude hatte damals aber nur eine Zimmerbreite. Die Geschosse waren in den Eckzimmern durch steinerne Wendeltreppen verbunden.

1620: Als Georg Andreas Freiherr von Hofkirchen im Zuge der Gegenreformation wegen Rebellion gegen den Kaiser geächtet wurde und seine Besitzungen verlor, fiel Mühlbach an den Landesfürsten.

1641: Philipp Jakob Carl von Carlshofen erwirbt Mühlbach.

Um 1750: In der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts kamen die Grafen Engl von Wagrain in den Besitz des Schlosses. Sie ließen es im 18. Jahrhundert gründlich umgestalten.

1840: Die Freiherren Gudenus erwarben die Herrschaft Mühlbach und gestalteten das Schloss sowohl äußerlich, als auch im Inneren im Stil des damals beliebten Historismus um. Bei dieser Gelegenheit wurde auch der Nordtrakt angebaut. Das gepflegte Schloss wird auch heute noch von der Familie Gudenus bewohnt. Es ist Zentrum eines Forstbetriebes sowie einer biologisch betriebenen Landwirtschaft.

Seit 2003: Der ehemals französische Barockgarten und der anschließende englische Landschaftspark gegenüber der Einfahrt des Schlosses sind öffentlich zugänglich und werden für private Veranstaltungen vermietet (Hochzeit, Taufe, Jubiläen etc.) sowie für kulturelle Events (Konzerte, Theater, Ausstellungen etc) genutzt.